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Feuer und Flamme für KAMIN-DESIGN.COM

EINE INGOLSTÄDTER ERFOLGS-STORY

Seit zwei Jahren kommt innovatives Kamindesign aus Ingolstadt. K. E. und G. E. hatten die zündende Idee für einen offenen Kamin, den Jedermann an jedem Ort genießen kann.

Wer träumt nicht davon? Ein gutes Glas Wein in der Hand, im Hintergrund die Lieblingsmusik, den Blick im Kaminfeuer versenkt und den hektischen Alltag einfach in Flammen aufgehen lassen. Geht nicht, weil kein Kamin da ist und es baulich auch gar nicht möglich wäre? Geht nicht, gibt´s nicht, dachten sich die 2 Ingolstädter wohl, als sie keinen Wein, sondern 99%igen Bioalkohol vor sich hatten. Dass dieser sehr gut brennbar ist, war ihnen klar. Was jetzt noch fehlte, war ein "Kasten" in dem das Feuerwasser eingefüllt wird und sich durch eine Schiebetechnik regulieren lässt. Für diese Aufgaben fanden Sie nicht nur kompetente Ansprechpartner, sondern auch talentierte Designer und neue Geschäftspartner dazu. Das Ergebnis ist Kamin-Design vom Feinsten und ein volles Auftragsbuch. Der erst Designkamin wurde als Prototyp 2002 auf der Heim- und Handwerksmesse in München vorgestellt. "Das Interesse und die Bestellungen waren so groß, dass wir bereits während der Messe nachdachten, wie wir innerhalb unseres Unternehmens ein eigenes Fertigungsteam dafür bereit stellen können", erinnern sich beide. Die guten Kontakte zur Ingolstädter Design-Schmiede waren eine gute Hilfe. Was für die Design-Schmiede, die bereits über 50 Mitarbeiter beschäftigt, als persönlicher Spaß an der Freud begann, entwickelte sich zu einem eigenständigen Geschäftsbereich. "Nur das edelste Edelstahl ist gut genug und das Design ein ewiger sich weiter entwickelnder Prozess", antwortet der Inhaber auf die Frage nach dem Designanspruch. In seinen Augen kann man förmlich das feuernde Gold spiegeln sehen, wenn er von einer Designvariante aus titanbeschichtetem Edelstahl erzählt. Auch K. E. und G. E., die Väter der ganzen Story, sind begeistert: "Im Prinzip können wir mit der von uns entwickelten "Powerflame-Technik" - so der heutige Name des mit Feuerwasser gefüllten Kastens - jeden Schrank von der Oma als Kamin umrüsten".

Auf die verschließbare Brennbox gibt es längst einen Gebrauchsmusterschutz. Dass diese Technik Vorsprung bedeutet, hat auch die Audi AG entdeckt. G. E. und E. K. haben dem wunderschönen Avus-Restaurant-Kamin (im noblen Audi-Avus-Restaurant) endlich Leben eingehaucht. Als Attraktion gebaut, konnte dieser nie in Betrieb genommen werden, da der als Gaskamin vorgesehene Hingucker viel zu hohe Betriebskosten verursachte, eine zu hohe Hitze entwickelte und das Flammenspiel alles andere als attraktiv war. Die Powerflame-Technik ist nicht nur offiziell TÜV geprüft, sondern hat auch die hohen Sicherheitsansprüche der Audi-Werksfeuerwehr erfüllt, die u. a. in der Außenbetankung und der externen Feuerregulierung lagen. Utopischer Weise könnte man jetzt an eine Fernbedienung für den Kamin denken, aber was heißt hier Utopie? Daran wird schon gearbeitet!

Über 1000 Designkamine wurden bis heute bereits produziert und verkauft. Einige der guten Stücke haben auch ein edles Zuhause gefunden: Elf Suiten des Berliner Nobelhotels Ritz Carlton am Potsdamer Platz wurden mit Kamindesign made in Ingolstadt ausgestattet. Ebenso 24 Suiten am Seerosenteich des altehrwürdigen Hotel Gams in Österreich und auch berühmte Hände, wie die von Berhard Jagoda (ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Bundesanstalt für Arbeit) oder von Bahnchef Hartmut Mehdorn, wärmen sich vor dem schicken Bio-Alkohol-Feuer.

G. E. weiß noch mehr über die Besonderheiten der verschließbaren Brennbox zu berichten: Sie fasst bis zu zehn Liter Bio-Alkohol, der gute 20 Stunden die schönsten Flammen zaubert und verbraucht nicht mehr Sauerstoff als ein paar Kerzen. Nachahmungen gibt es bereits, diese dienen jedoch im Geschäft in Ingolstadt, Poppenstr. 5 "als windige Vergleichsmöglichkeit für interessierte Kunden" schmunzelt er. Neidvolle Plagiate seien nicht so stabil, hätten ein weniger schönes Kamindesign und vor allem sind sie nicht regulierbar. "Vorreiter für offenes Zimmerfeuer waren die Holländer", erzählt Georg Eitzenberger weiter. "Die vor drei Jahren auf den Markt gebrachten Blechdosen sind mit Gelspiritus befüllt und stinken fürchterlich. Unsere Kamine sind völlig geruchsfrei".

Überlegen Sie jetzt schon, in welchem Raum Sie demnächst einen Designkamin aufstellen? Gut so, denn Feuer beruhigt ungemein und macht kreativ.

Titelthema in der Ausgabe Gladdys